🌑 Samhain – Das vergessene Ahnenfest
- 9. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Jedes Jahr um den 31. Oktober herum öffnet sich ein besonderer Moment im Jahreskreis, eine Zeit, in der sich die Schleier zwischen den Welten lichten.
Es ist die Schwelle zwischen Leben und Tod, zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die alten Kelten nannten diesen Übergang Samhain, ein heiliges Fest, das den Beginn des Winters und das Ende des Erntejahres markierte.
Samhain war kein Tag des Schreckens, sondern der Erinnerung und der Verbindung. In dieser Nacht entzündeten unsere Vorfahren Feuer, um die Dunkelheit zu ehren, nicht um sie zu vertreiben.
Sie wussten: Dort, wo die Nacht am tiefsten ist, flackert das Licht der Seele am hellsten.
Man glaubte, dass in dieser Zeit die Tore zur Anderswelt offenstehen und die Seelen unserer Ahnen uns besonders nah sind. Es war eine Nacht des Innehaltens um Dank zu sagen, um zu vergeben, um die Wurzeln zu ehren, aus denen wir stammen.
🎃 Wie aus Samhain „Halloween“ wurde und was der Name wirklich bedeutet

Das Wort Halloween geht ursprünglich auf das Altenglische All Hallows’ Eve zurück, den Abend vor Allerheiligen. „Hallows“ bedeutete „die Heiligen“ (vom altenglischen hālga = heilig), und „Eve“ oder in alter Schreibweise E’en, stand für den Abend.
So war Halloween einst schlicht der Heilige Abend vor Allerheiligen.
Als die Kirche das keltische Ahnenfest Samhain übernahm, wurde es in ein christliches Fest umgewandelt, ein Gedenktag für Märtyrer und Heilige, der den alten, naturverbundenen Glauben langsam verdrängen sollte.
Doch im Volksmund blieb der ursprüngliche Name erhalten. Über die Jahrhunderte wurde aus All Hallows’ Eve zuerst Hallowe’en und schließlich Halloween.
Mit der Zeit verlor das Fest seinen Sinn. Das Wort Hallow das einst „heilig“ bedeutete, klingt heute wie Hell, das im Deutschen an „Hölle“ erinnert. Und E’en, der alte Begriff für „Abend“, wurde kaum noch verstanden. So verwandelte sich ein Fest des Lichts und der Ahnenverbindung in ein Fest der Masken, Geister und der Angst.
Doch unter all den modernen Bräuchen liegt noch immer dieselbe Wahrheit: Samhain war ein heiliges Übergangsfest, an dem die Lebenden ihre Verstorbenen ehrten, Lichter entzündeten, um ihnen den Weg zu weisen, und die Dunkelheit nicht fürchteten, weil sie wussten, dass sie Teil des großen Kreislaufs ist.
Heute dürfen wir diese ursprüngliche Bedeutung wieder aufleben lassen. Wenn wir uns erinnern, dass Halloween einst „der Abend der Heiligen“ war,können wir den Schatten ihre Macht nehmen und das Licht unserer Ahnen wieder willkommen heißen.
🌕 Die Kraft der Ahnen
Unsere Ahnen leben weiter in uns, in unserem Blut, in unseren Erinnerungen.
Manchmal zeigen sie sich in Träumen, Zeichen oder stillen Momenten der Intuition. Wenn wir sie ehren, verbinden wir uns mit ihren Gaben: mit ihrer Stärke, ihrer Liebe und der Weisheit, die durch Generationen getragen wurde.
Sich den Ahnen zuzuwenden bedeutet nicht, in der Vergangenheit zu bleiben, sondern Frieden zu schließen damit alte Geschichten enden dürfen und neue beginnen können.
Samhain erinnert uns daran, still zu werden, eine Kerze zu entzünden und zuzuhören, was die Seele flüstert, wenn die Welt zur Ruhe kommt.
🌫️ Die Samhain-Hypnose
Eine Reise zu Deinen Wurzeln









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