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Was sind die Rauhnächte?

  • 7. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit
Rauhnächte 2025

Die Rauhnächte bezeichnen einen alten mitteleuropäischen Brauch, der sich rund um die Wintersonnenwende entfaltet.


Wintersonnenwende, der stille Beginn der Rauhnächte

Bevor die eigentlichen Rauhnächte beginnen, steht ein wichtiger Wendepunkt im Jahreskreis: die Wintersonnenwende.

Sie fällt meist auf den 21. oder 22. Dezember und markiert die längste Nacht des Jahres.

Ab diesem Moment kehrt das Licht langsam zurück, Tag für Tag ein wenig mehr. Für frühere Kulturen war dies ein tief symbolischer Augenblick:

ein Übergang vom Dunkel ins Helle, vom Alten ins Neue.

Die Wintersonnenwende galt daher als Toröffnung.

Ein Moment, in dem man innehielt, das vergangene Jahr ehrte und das kommende Jahr willkommen hieß, oft leise, bewusst und mit kleinen Ritualen.

Für viele ist diese Sonnenwende bis heute der eigentliche Startpunkt der Rauhnachtszeit, weil hier der Wandel spürbar beginnt.


Viele Traditionen beginnen bereits am 21. oder 23. Dezember , dem Moment, an dem die längste Nacht des Jahres vorübergeht und das Licht langsam

zurückkehrt.


Andere Regionen beginnen die Rauhnächte am 24. oder 25. Dezember.

Der Abschluss liegt meist am 5. oder 6. Januar.

Die genaue Zählweise variiert je nach Kultur, doch allen gemeinsam ist das Verständnis:


Die Rauhnächte sind eine Übergangszeit.

Eine Phase, in der das vergangene Jahr ausklingt und das neue sich noch nicht vollständig geöffnet hat.



Warum diese Zeit als besonders galt

Die Wurzel des Brauchs liegt in einer alten Kalenderdifferenz:

Alte Kalender
  • Das Sonnenjahr umfasst 365 Tage.

  • Der ursprüngliche Mondkalender jedoch nur 354 Tage.

Daraus entstehen 11 „übrigbleibende“ Tage, die sich weder dem alten noch dem neuen Jahr eindeutig zuordnen ließen.

Diese Zwischenzeit wurde früher als „Zeit außerhalb der Zeit“ verstanden als stille, besondere Phase, in der das Gewohnte stillsteht und Neues vorbereitet wird.



Historische Hintergründe

Die Rauhnächte haben Wurzeln in germanischen, keltischen und alpenländischen Traditionen.

Sie galten als:


  • Zeit der Reinigung

  • Zeit der Rückschau

  • Zeit für Orakel und Zeichen

  • Zeit des Schutzes

  • Zeit des Neubeginns


Da in früheren Jahrhunderten die dunklen Wintertage besonders ruhig waren, nutzten Menschen diese Phase zum Ordnen des Hauses, zum Innehalten und für Rituale.



Warum zwölf Nächte?


Die 12 Nächte

Die 12 Rauhnächte stehen traditionell symbolisch für die 12 Monate des kommenden Jahres.

Beispiel:

– 1. Rauhnacht → Januar

– 2. Rauhnacht → Februar

– …

– 12. Rauhnacht → Dezember


Viele Menschen beobachten in diesen Nächten:

– Träume

– Stimmung

– Begegnungen

– Wetter

Früher deutete man diese Beobachtungen als Hinweise auf den entsprechenden Monat.




Traditionelle Bräuche der Rauhnächte

🔹 1. Räuchern der Wohnräume

Ein weit verbreiteter Brauch. Mit Kräutern wie Wacholder, Beifuß oder Harzen wurden Häuser gereinigt, symbolisch für das Loslassen des Alten.

🔹 2. Ordnung schaffen

Viele Familien entrümpelten oder bereiteten Vorräte vor, um das neue Jahr „klar“ zu beginnen.

🔹 3. Tagebuch und Reflexion

Die Rauhnächte galten als Zeit für Rückblick und stille Selbstreflexion. Menschen schrieben auf, was sie beschäftigt hat oder was sie sich für das neue Jahr wünschen.

🔹 4. Traumbeobachtung

Träume wurden früher besonders ernst genommen. Man glaubte, sie spiegeln Ereignisse oder Qualitäten im neuen Jahr wider.

🔹 5. Orakel- und Deutungsrituale

Dazu gehörten:

– Bleigießen

– Wetter beobachten

– Zeichen in der Natur wahrnehmen

– Traditionelle Losorakel




Das Ritual der „13 Wünsche“

Traumnotizbuch Rauhnächte

In vielen Regionen existiert der Brauch, 13 Wünsche für das neue Jahr aufzuschreiben. Jeder Wunsch wird auf einen einzelnen Zettel geschrieben.

Ablauf:

  1. 13 Wünsche formulieren

  2. In jeder Rauhnacht wird ein Zettel symbolisch „übergeben“ (z. B. ins Feuer).

  3. Der letzte übriggebliebene Wunsch ist jener, für den man im kommenden Jahr selbst Verantwortung trägt.

Dieses Ritual soll helfen, Klarheit über persönliche Ziele und Vorstellungen zu gewinnen.




Wie Menschen die Rauhnächte heute nutzen

Auch unabhängig von Tradition oder Glauben werden die Rauhnächte heute gern genutzt als:

– Zeit für bewusste Entschleunigung

– Zeit der Jahresreflexion

– Zeit für Ziele, Visionen und Pläne

– Zeit zum Entrümpeln und Sortieren

– Zeit für Rituale und Achtsamkeit

Kurz gesagt:

Eine Einladung, das neue Jahr bewusst zu beginnen.




Warum die Rauhnächte für viele Menschen wertvoll sind

Ganz unabhängig von Tradition oder Glauben können die Rauhnächte helfen:

– bewusster zu leben

– das Jahr aufzuarbeiten

– neue Ziele klarer zu formulieren

– Stress loszulassen

– Ruhe und Orientierung zu finden

Sie werden oft als Stillpunkt erlebt, ein Moment, um innerlich wie äußerlich neu aufzuräumen.



Fazit

Die Rauhnächte sind ein jahrhundertealter Brauch, der bis heute lebendig geblieben ist. Sie verbinden Geschichte, Rückzug, Reflexion und den Wunsch nach einem bewussten Neuanfang.

Ob man sie traditionell, modern oder ganz schlicht begeht, sie bieten eine einzigartige Möglichkeit, das alte Jahr abzuschließen und das neue klar zu begrüßen.



Wenn Du tiefer in die Rauhnächte eintauchen möchtest und Dir eine liebevolle Begleitung wünschst, kannst Du Dich gerne meinem Onlinekurs „Engelhafte Rauhnächte“ anschließen.

Dort findest Du geführte Reisen, Rituale und Inspirationen,die Dich durch diese besondere Zeit tragen und begleiten – ganz in Deinem eigenen Tempo.


Engelhafte Rauhnächte 2025  Online Kurs



Einladung zur Kakaozeremonie zur Wintersonnenwende


Wenn Du die Wintersonnenwende lieber im Kreis anderer Menschen erleben möchtest,lade ich Dich herzlich zu meiner Kakaozeremonie in Wittenberg ein.

Wir begrüßen gemeinsam das zurückkehrende Licht, kommen zur Ruhe, öffnen das Herz und stimmen uns auf die kommende Rauhnachtszeit ein.


Wintersonnenwende - Kakaozeremonie
21. Dezember 2025 um 18:00In der Location von kleines Wunderland
Jetzt anmelden


Passendes Räucherwerk für die Rauhnächte

Traditionell wurden in den Rauhnächten verschiedene Kräuter und Harze verräuchert, um Räume zu reinigen und das alte Jahr zu verabschieden. Besonders häufig genutzt wurden:

– Weißer Salbei (Reinigung, Klarheit)

– Blauer Salbei (sanfte Reinigung, Harmonie)

– Wacholder (Schutz, Erdung)

– Zeder (Stärkung, Ordnung)

– Lavendel (Ruhe, innere Ausgeglichenheit)


Für alle, die die Rauhnächte bewusst gestalten möchten, gibt es auch fertig zusammengestellte Räucherwerk-Sets, die auf die zwölf Nächte abgestimmt sind.


Engelhaftes Rauhnacht-Räucherpaket – Premium Set für die 12 Heiligen Nächte
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